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Welche Kampfsportart ist die Beste?

 

Die einfache Antwort: Gar keine! - Denn es hängt nicht vom Kampfstil ab, wer siegreich aus einer körperlichen Auseinandersetzung hervorgehen wird, sondern vom jeweiligen Menschen selbst und wie gut er die Techniken, die im Training geübt werden auch wirklich umsetzen kann.

Etwas verständlicher wird dies vielleicht durch einen Vergleich. Wenn es darum geht, wer der beste Autofahrer ist, hilft es wenig die gefahrenen Automarken zu vergleichen. Ob jemand in einem Tesla oder in einem Smart sitzt, sagt erstmal nichts darüber aus, ob derjenige geübt genug ist die Situationen, die ihm im Verkehr begegnen zu meistern. Viel ausschlaggebender ist da, wie oft jemand fährt oder wie gut sein Verständnis für die Funktionsweise des Fahrzeugs ist.

Das gleiche gilt fürs Kämpfen. Wer sich regelmäßig damit beschäftigt und lernt wie und warum die einzelnen Techniken funktionieren, hat in den meisten Fällen einen Vorteil gegenüber jemandem, der nur sporadisch zum Training geht und auch nur mit einem halben Ohr den Erklärungen des Trainers zuhört.

Dazu kommt noch, dass der beste Weg ein Ziel zu erreichen auch immer davon abhängt, wo bzw was überhaupt das Ziel ist. Im Falle der Autos ist ein sportlicher Flitzer auf der Autobahn oder Rennstrecke vermutlich eine gute Wahl. Möchtest Du aber zu einer Selbstversorgerhütte im Wald fahren oder größere Mengen an Waren bewegen, ist ein Geländewagen oder ein LKW vielleicht die bessere Wahl.

Aufs Training bezogen bedeutet das, dass es eben auch sehr stark darauf ankommt, was Du damit erreichen möchtest.

  • Geht es Dir um sportliche Auseinandersetzung? Dann ist ein Kampfsport mit festgelegten Regeln, Wettbewerben und Turnieren vermutlich das Richtige.
  • Möchtest Du Kämpfen lernen um Dich gegen einen potentiellen Übergriff auf der Straße wehren zu können? Dann solltest Du Dich eher im Bereich Kampfkunst bis Selbstverteidigungskurs umsehen.
  • Interessiert Dich der philosophische Hintergrund und die fernöstlichen Traditionen? Dann ist ein traditioneller Kampfkunststil vermutlich das mit dem Du am ehesten glücklich wirst.

 

Wie findest Du aber jetzt heraus welche Kampfkunst zu Dir passt?

Am einfachsten geht das indem Du in möglichst vielen Schulen, Vereinen und Clubs ein Probetraining oder Schnuppertraining besuchst. Wie das Training abläuft hängt sehr stark vom Trainer ab und wie es in genau dieser Schule ist, findest Du nur heraus, indem Du es ausprobierst.

 

 

 

 

Wer sind wir?

Wir sind Astrid, Jakob und Valentin!

Gemeinsam sind wir ein Team von Kampfkünstlern, Lernenden, Nerds und außerdem Trainer und ICAMA Gründer.

Zentraler Dreh- und Angelpunkt unserer Arbeit ist Menschen zu helfen ihre Gesundheit zu erhalten - egal ob durch die Vermittlung von Kampfkunst- und Selbstverteidigungstechniken oder durch Hilfestellung beim Erreichen von persönlichen Fitnesszielen.

Das dafür benötigte Wissen beziehen wir aus unseren Ausbildungen in den Bereichen Kampfkunst und Fitness, dem fortlaufenden Austausch mit unseren eigenen Trainern, wie Udo Müller und Guro Dan Inosanto, und mehr als 20 Jahren Trainertätigkeit.

Wenn Du mehr über uns wissen möchtest, schau unter About.

 

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Damit Du Dir bei der Auswahl welche Trainings Du ausprobieren möchtest noch etwas leichter tust, gibt es noch ein paar Kriterien über die Du nachdenken solltest.

  1. Wie wichtig ist Dir die effektive Anwendbarkeit des Trainierten?
    Wenn es eines Deiner Ziele ist Dich möglichst rasch gegen Angriffe verteidigen zu können, dann halte Ausschau nach Stilen, die regelmäßiges Sparring in ihr Training mit einbauen, die aber nicht unbedingt Wettkampf betreiben.
    Ein Ausprobieren der erlernten Techniken in einem fluiden Umfeld ohne Absprache der jeweiligen Technikfolgen ist unerlässlich um die Anwendbarkeit testen und trainieren zu können. Wettkampfstile betreiben zwar regelmäßiges Sparring, aber immer nur in Hinblick auf die Situation im Wettkampf, was für Situationen im echten Leben nur bedingt hilfreich ist.
    Um einen optimalen Lernerfolg zu sichern, solltest Du im Training aber auch langsam ans Sparring herangeführt werden. Sparring ohne vorhergehendes Grundlagentraining bringt wenig Lerneffekt und gleichzeitig ein großes Verletzungsrisiko.

  2. Wieviel Körperkontakt ist im Training ok für Dich?
    Grundsätzlich gilt Kampfsport, Kampfkunst oder auch Selbstverteidigungstraining immer als Kontaktsport. Das bedeutet ein gewisses Maß an Körperkontakt gehört einfach dazu. Innerhalb der Kampfkunst gibt es aber ein weites Feld an Abstufungen.
    Es gibt Stile, die sich 90% der Zeit mit Formenlauf - also vorgegebenen Abfolgen, die jeder für sich ausführt - beschäftigen und andere, deren Hauptaugenmerk auf der direkten Kontrolle des Gegenübers mit dem eigenen Körper liegen - übereinander liegen und rollen am Boden inklusive. Dazwischen gibt es dann noch jede Menge Abstufungen. Überleg Dir mit welchem Level an Nähe Du Dich langfristig wohlfühlst und achte beim Probetraining darauf, ob das Ausprobierte zu Deinen Vorstellungen passt.
    Zusatztipp: Beim Ausprobieren von sehr kontaktreichen Stilen solltest Du besonders auf Deine Körperhygiene und kurz geschnittene Finger- und Fußnägel achten, sowie ein gut sitzendes Haargummi tragen, falls Du lange Haare hast.

  3. Faszinieren Dich traditionelle Rituale oder langweilen sie Dich eher?
    In jeder Art von Kampfkunst- oder Kampfsporttraining ist Respekt sehr wichtig. In vielen Stilen gibt es eine festgelegte Hierarchie und auch so einige Rituale wie zum Beispiel ein gemeinsamer Gruß am Anfang und am Ende des Trainings, gemeinsame Meditation oder ein bestimmtes Vokabular und bestimmte Verhaltensregeln, die es einzuhalten gilt. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Trainingsgruppen, die sehr freundschaftlich geführt werden und nur wenig feste Konventionen haben.
    Sehr traditionelle Stile bieten oft ein sehr umfangreiches Wissen, an welches Du aber eher langsam herangeführt wirst. Wenig traditionelle Stile sind oft auf praktische Anwendbarkeit ausgerichtet, schöpfen aber manchmal aus einem sehr begrenzten Repertoire an Techniken.

  4. Wieviel Investment darf in der ersten Zeit für Dein Equipment draufgehen?
    Grundsätzlich benötigst Du fürs Kampfkunsttraining erst einmal Deinen eigenen Körper. Was darüber hinaus geht, ist je nach Stil sehr unterschiedlich. Bei manchen Stilen wird die Bekleidung vorgeschrieben, bei manchen nicht. Die Bandbreite reicht von T-Shirt und Sporthose bis zum Gi (Kampfanzug). Ob mit oder ohne Schuhe trainiert wird, hängt oft auch von der Ausstattung des Trainingsraumes mit Matten oder anderem Boden ab.
    In weiterer Folge kann es auch nötig sein Ausrüstungsgegenstände wie Boxhandschuhe, Tiefschutz, Mundschutz, Pratzen oder Thaipads zu besorgen. Falls mit Waffen trainiert wird, lohnt sich bei ernsthaftem Interesse auch die Anschaffung von Trainingswaffen.
    All diese Dinge gibt es in unterschiedlichen Preiskategorien. Bei einem Gespräch mit dem Trainer kannst Du im Probetraining erfragen, was da an Kosten auf Dich zukommen könnte.

  5. Willst Du Wettkämpfe mit anderen machen oder eher Dich selbst besiegen?
    Wenn es Dein Wunsch ist bei Wettkämpfen und Turnieren teilzunehmen, lohnt es sich für Dich explizit nach KampfSPORTstilen zu suchen, die dies auch anbieten. Viele KampfKUNSTstile hingegen setzen sich eher die persönliche Weiterentwicklung zum Ziel. Dabei vergleicht man sich nicht mit anderen, sondern versucht morgen besser zu sein, als man selbst gestern war.
    Ob Wettkämpfe angeboten werden, Pflicht oder Draufgabe sind, oder für den jeweiligen Stil nicht relevant sind, lässt sich relativ leicht über Google herausfinden, spätestens jedoch durch Nachfrage beim Probetraining selbst.

  6. Möchtest Du hauptsächlich waffenlos kämpfen oder auch den Kampf mit Waffen erlernen?
    Das Training mit Waffen gilt in vielen Stilen als besondere Herausforderung, die nur fortgeschrittenen Schülern vorbehalten ist. Andere Stile betrachten das Training mit Waffen als Basis um von dort den Rest zu entwickeln. Falls es zu Deinen Hauptzielen gehört das Kämpfen mit Waffen zu erlernen, lohnt es sich vorab zu erfragen, ob diese auch von Anfang an unterrichtet werden. Umgekehrt wenn Dich Waffen wenig bis gar nicht interessieren, ist es natürlich ebenfalls relevant dies bei der Auswahl des Stils zu berücksichtigen.
    Entsprechende Beschreibungen der einzelnen Stile findest Du meist auf der Homepage der Schule, des Vereins oder Clubs. Genaue Erklärungen bekommst Du hier aber auf jeden Fall auch vom jeweiligen Trainer.

  7. Ist es Dir wichtig, dass Du Ränge wie zum Beispiel Gürtel oder andere Titel erwerben kannst?
    Was Gürtelprüfungen aussagen oder ob sie überhaupt eine Aussage haben, ist in Kampfkunstkreisen oft heftig diskutiert. Die einen sehen es als unnötige Effekthascherei und Geltungssucht höhere Ränge anzustreben. Die anderen betrachten die zugehörigen Prüfungen als herausfordernde Ziele auf die es hinzuarbeiten gilt und freuen sich über das Erfolgsgefühl beim Bestehen derselben. Wieder andere Stile kommen völlig ohne Prüfungen aus, verleihen aber je nach Fortschritt dem Schüler den entsprechenden Rang. Es gibt aber auch gänzlich unkonventionelle Trainingsformen, die komplett ohne äußere Erkennungsmerkmale auskommen. Bei diesen entscheiden oft Wettkämpfe oder das Abschneiden im Sparring wieviel Ansehen der jeweilige Kämpfer genießt. Je nach Charakter wirst Du vermutlich eine Präferenz für eine dieser Versionen entwickeln. Falls Du vorab schon eine Meinung dazu hast, lohnt es sich natürlich gleich zu Beginn des Trainings abzuklären, wie dies in der Schule Deiner Wahl gehandhabt wird.

Ganz schön viel, das es zu beachten gibt? Oder haben wir ein Kriterium übersehen, das für Dich entscheidend für die Wahl Deiner Kampfkunst ist?

Wir hoffen auf jeden Fall, dass wir Dir einige Denkanstöße geben konnten und Du Deinem Training und Deinen Zielen wieder einen Schritt näher kommen konntest.

 

 

Nutze die Chance! Du kannst uns ganz unverbindlich bei einem Probetraining kennenlernen. Wir nehmen uns genug Zeit für Deine Fragen und geben Dir ein ehrliches Feedback wie Deine nächsten Schritte aussehen sollten. Mehr Infos dazu findest Du gleich hier:

 

PROBETRAINING INFOS & ANMELDUNG

 


 

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